Lauterbachs Reform wirkt
Anfang Oktober mussten wir die Nachricht lesen, dass das Evangelische Krankenhaus in Ludwigsfelde ab dem 7. Oktober die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe an den Wochenenden schließen muss.
Wie das Krankenhaus über seine Social Media-Kanäle verlauten lässt, kann eine fachärztliche und pflegerische Versorgung aufgrund des Fachkräftemangels nicht mehr an sieben Tagen die Woche gewährleistet werden. Entbindende Frauen können demnach nur noch von Montag bis Donnerstag aufgenommen werden und müssen freitags und an den Wochenenden auf umliegende Krankenhäuser ausweichen. Ob und wann sich diese Situation ändert, ist unklar.
Damit bestätigt sich die Befürchtung, dass die Krankenhausreform von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) das Kliniksterben nur noch befördert – wegen willkürlich festgelegter Mindestfallzahlen und einer völligen Unterfinanzierung des Krankenhauswesens. Und während Lauterbach unverhohlen zugibt, dass er in Kauf nimmt, dass durch seine Reform ca. 20 Prozent der Kliniken schließen müssen, müssen Rettungskräfte, Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige und die Krankenhausmitarbeiter*innen künftig deutlich längere Wege auf sich nehmen.
Das ist direkte Folge einer Gesundheitspolitik, in der Kliniken Profite machen müssen, statt sich um die gesundheitliche Versorgung der Menschen zu kümmern. Eine Gesundheitspolitik, in der der Gewinn wichtiger ist als die gesundheitliche Versorgung der Menschen. Der Rüstungsetat geht durch die Decke. Das Gesundheitssystem liegt am Boden.
Mittlerweile ist bekannt geworden, dass die Geburtsstation ganz schließt. Die Schließung der Geburtsstation und der Gynäkologie liegt nicht an mangelnder Versorgungsqualität, sondern am ungezügelten Kapitalismus. Es liegt daran, dass zugelassen wird, dass sich einige Wenige auf Kosten von uns allen bereichern.
Wir stehen solidarisch an der Seite der Beschäftigten und werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass Gesundheit nicht zur Ware verkommt, dass Gesundheit nicht zur Profitmaximierung Einzelner dient.
Wir wollen eine bedarfsgerechte, flächendeckende medizinische Versorgung, insbesondere im ländlichen Raum. Krankenhäuser müssen bedarfsgerecht finanziert werden. Fallpauschalen gehören gänzlich abgeschafft und eine Gewinnausschüttung verboten. Gewinne müssen zur Verbesserung der medizinischen Versorgung und der Arbeitsbedingungen eingesetzt werden. Menschen vor Profite!
Die Linke im Kreisverband:
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Die Linke in Blankenfelde-Mahlow
Die Linke Regionalverband TF Süd
