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Johannes Klemt
Robert Kosin, Mitglied der Gemeindevertetung Großbeeren
Das Foto zeigt Robert Kosin.

Robert Kosin, Mitglied der Gemeindevertretung Großbeeren

Großbeeren: Wahlauswertung zur Bürgermeister* innen-Wahl

Am 6. Juli 2025 wurde in Großbeeren ein neuer Bürgermeister gewählt: Martin Wonneberger (CDU) erhielt mit 59,93 Prozent im ersten Wahlgang eine klare Mehrheit und zieht damit, als Nachfolger für den abgewählten Tobias Borstel (UGDS, früher SPD) ins Rathaus ein. Wir gratulieren zu diesem Ergebnis und wünschen ihm eine verantwortungsbewusste Amtsführung im Sinne aller Menschen dieser Gemeinde.

Herzlichen Glückwunsch auch an Bettina Stobbe (Grüne), die mit respektablen 12,07 Prozent der Stimmen überraschend den zweiten Platz erreichte – dafür gebührt ihr Respekt und Anerkennung.

Das Abschneiden des AfD-Kandidaten Peter Silke war erfreulich gering: Er kam mit nur 365 Stimmen auf den letzten Platz. Besonders bemerkenswert: In den Tagen vor der Wahl wurde publik, dass er sich auf einem mittlerweile gelöschten Foto auf Facebook zeigte, auf dem er mit einem T‑Shirt zu sehen ist, auf dem der verbotene Nazi-Spruch »Alles für Deutschland« stand.

Das Ergebnis für den AfD-Kandidaten macht Mut und nährt die Hoffnung, dass der Rechtsruck noch zu verhindern ist. Doch bleibt es eine zentrale Aufgabe, rechtsextreme Tendenzen aktiv zu bekämpfen und wachsam zu bleiben. Die hohe Ablehnung im Wahlergebnis ist ein wichtiges Signal, aber nicht genug, um sich entspannt zurücklehnen zu können.

Auch bei Martin Wonneberger sehen wir durchaus Potential, aber auch offene Fragen: Seine Schwerpunkte liegen auf Infrastrukturprojekten – etwa dem Ausbau des Sport‑ und Bildungscampus, dem Wohnungsbau sowie der Entwicklung der Ortsmitte Großbeerens. Themen, bei denen wir als Linke kritische Erwartungen haben: Wie sozial wird die Ortsentwicklung gestaltet? Wie werden partizipative Prozesse für Bürger*innen sichergestellt? Und wie bleibt bezahlbares Wohnen mehr als ein Lippenbekenntnis? Wir hoffen, Herr Wonneberger trägt diese Themen mehr in den Mittelpunkt – jenseits von bloßer wirtschaftlicher Verwaltungspolitik. Denn auch die Sicherung und Schaffung sozialer Infrastruktur ist ein wichtiges und dringendes Thema in Großbeeren.

Der Dank gilt auch all denen, die demokratisch gewählt haben – gegen Ausgrenzung, gegen Angst, für Vielfalt. Als Linke nehmen wir die Zeichen dieser Wahl mit: Erleichterung über das Ergebnis, ein mahnender Blick auf den Rechtsruck und ein beharrlicher Anspruch, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Demokratiefestigkeit entschieden voranzutreiben.

Wir werden diesen Weg kritisch, im Sinne der Menschen in Großbeeren, begleiten.