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Aktionsplan Kinderfreundliche Kommune
Das Foto zeigt das Deckblatt einer Broschüre.

Angelika Linke, Mitglied der Stadtverordnetenversammlung Ludwigsfelde, Fraktion Die Linke / FiLu

Aus der Stadtpolitik: Kinderfreundliche Kommune und mehr

Immer wieder gibt es in der Stadt Anlass zu Beschwerden, was die Ordnung betrifft. Die Mülleimer werden zum Beispiel nur werktags entleert. Nun ist ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der dem erhöhten Müllaufkommen gerecht wird.

Weiterhin wurden in der Stadtverordnetenversammlung (SVV) Ludwigsfelde mehrere Maßnahmebeginnbeschlüsse zu verschiedenen Bauvorhaben gefasst, eine Neufassung der Archivordnung, die seit 1996 tatsächlich schon etwas veraltet ist, beschlossen und dem SV Siethen eine finanzielle Unterstützung für seine Seniorenweihnachtsfeier gewährt. Leider ist Siethen von unseren elf Ortsteilen der einzige, der keinen Ortsbeirat hat. Somit übernimmt die Stadt diese Aufgabe.

Aber das Thema, das alle Stadtverordnete und Einwohner* innen sowie Gäste bei der jüngsten Sitzung am meisten bewegte, war die Schließung der Kinderstation des Evangelischen Krankenhauses Ludwigsfelde. Es wurden auf verschiedenen Ebenen Gespräche über die medizinische Versorgung für Kinder und Jugendliche geführt. Vertreter*innen des Krankenhauses, des Ministeriums (MASGZ) und des Ernst-von-Bergmann-Klinikums in Potsdam waren mit einbezogen. Herr Dr. Schmidt, Vertreter der Diakonie, war in unserer SVV anwesend und stand zur Situation Rede und Antwort. Um die schwierige Lage vorerst zu entschärfen, hat sich die Stadt entschlossen, vorbehaltlich der Zustimmung der Kommunalaufsicht, ein tagesklinisch ärztliches Angebot bis Ende Juli 2027 mitzufinanzieren und dafür 550.000 Euro aus dem städtischen Haushalt bereitzustellen. Doch wie dann weiter? Eigentlich sollte doch alles, was zur Gesunderhaltung der Menschen beiträgt, sich nicht selbst finanzieren müssen …

Nun noch etwas sehr Erfreuliches: am 8. Juli hat unsere Stadt das Siegel »Kinderfreundliche Kommune« bekommen. Unser Bürgermeister Herr Igel bringt es auf den Punkt: »Wie Kinder und Jugendliche heute aufwachsen, welche Möglichkeiten ihnen offenstehen und wie ernst ihre Stimmen genommen werden, entscheidet darüber, wie lebenswert Ludwigsfelde morgen sein wird.« Über den 1. Aktionsplan für den Zeitraum 2026 bis 2028 dazu, kann man sich in unserem Linkstreff gern informieren. Hier schon einige Auszüge aus dem Maßnahmeplan: Verankerung der UN-Kinderechtskonvention in der Hauptsatzung der Stadt, sichere Schulwege, Erweiterung der Spielplätze durch barrierefreie Spielgeräte, Einrichtung einer beziehungsweise eines Kinder- und Jugendbeauftragte* n als unabhängige Stabstelle, Kinder- und Jugendbefragung, Bürgermeistersprechstunde für Kinder und Jugendliche, Azubi- Wettbewerb, Begrüßungspaket für Neugeborene und deren Familien.

Wünschen wir bei allen Vorhaben gutes Gelingen.